Geothermie


Das Prinzip der Geothermie beruht auf einer einfachen Tatsache: Im Erdinneren gespeicherte Wärme lässt sich zur Erzeugung von elektrischem Strom nutzen. Eine direkte Verwendung der gewonnenen Hitze ist ebenfalls möglich. Um an heißere Gesteinsschichten zu gelangen, werden zunächst Bohrungen vorgenommen. Später führt man die Wärme über zirkulierendes Wasser ab.

Die Attraktivität der Geothermie orientiert sich dabei an den zu erwartenden Temperaturen. In großen Kraftwerken erfordert ein Antrieb von Turbinen Trägerstoffe mit einer Wärme jenseits von 100 Grad Celsius. In Haushalten können hingegen schon ab niedrigeren Werten Wärmepumpen zum Einsatz kommen, deren Bestimmung hauptsächlich kostengünstiges Heizen ist. Steigende Popularität beim großflächigen Einsatz der Geothermie ließen auch Investoren auf die relativ junge Form der Stromerzeugung aufmerksam werden. Island bezieht bereits etwa die Hälfte der nationalen Energieversorgung aus heißen Quellen.

Als Risikofaktor der Geothermie wird das systematische Eindringen ins Erdreich angesehen. Ein provozierter Druckausgleich kann hierbei leichte Erdstöße zur Folge haben, denen man bereits bei der Planung mithilfe präventiver Maßnahmen begegnet.